Schuldverschreibungen für die langfristige Fremdkapitalfinanzierung

Unternehmen haben die Möglichkeit, sich über Schuldverschreibungen auf dem Kapitalmarkt Geld zu besorgen. Diese Form der Fremdkapitalfinanzierung ist eher längerfristig angelegt.

Schuldverschreibungen

Der Aussteller einer Schuldverschreibung verpflichtet sich, den Betrag einschließlich Zinsen zurückzuzahlen. Wie das genau geschieht, wird individuell geregelt.

Es gibt unterschiedliche Arten der Fremdkapitalfinanzierung über Schuldverschreibungen. Hier ein Überblick über typische Formen:

Industrieobligationen

Anleger leihen einem Unternehmen Kapital. Das Unternehmen zahlt dieses Kapital beispielsweise innerhalb der nächsten 10 Jahre zurück.
Industrieobligationen erfordern eine gewisse Bonität und auch ein gewisses Volumen, da sie an der Börse gehandelt werden. Diese Möglichkeit der Kapitalbeschaffung steht natürlich nicht nur der Industrie offen, sondern grundsätzlich allen großen Unternehmen, die über ein gewisses Maß an Sicherheiten verfügen.

Wandelschuldverschreibungen

Im Grunde sind Wandelschuldverschreibungen Industrieobligationen mit einem Umtauschrecht. Anleger können ihre Wandelschuldverschreibung in Aktien umtauschen. Dies erfolgt nach einer Sperrfrist und zu einem festgelegten Wandlungsverhältnis.
Mit Blick auf die Kreditwürdigkeit bieten Wandelschuldverschreibungen den Vorteil, dass Fremd- in Eigenkapital umgewandelt wird.

Optionsschuldverschreibungen

Dem Anleger, der einem Unternehmen über eine Optionsschuldverschreibung Kapital zur Verfügung stellt, wird das Recht eingeräumt, Aktien zu vorher festgelegten Bedingungen zu erwerben. Dabei sind die Schuldverschreibung und der Optionsschein als unabhängige Papiere zu betrachten.


Zusammenfassung:

  • über Schuldverschreibungen können sich Unternehmen langfristig Kapital besorgen
  • Arten von Schuldverschreibungen: Industrieobligationen, Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen


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